Monthly Archives - Oktober 2016

VAV – Abfrage der Versicherungsnummer

Mit Einführung des Meldeverfahrens zur Abfrage der Versicherungsnummer (VAV) können Arbeitgeber und Zahlstellen bei der Datenstelle der Rentenversicherung für Arbeitnehmer und Versorgungsbezieher Versicherungsnummern maschinell abfragen.

Für die technische Kommunikation wird ein neuer Datensatz „Versicherungsnummernabfrage“ verwendet. Neben den technischen Angaben zur Steuerung und Identifikation muss der Arbeitgeber/die Zahlstelle Angaben zum Geburtsdatum, Namen und zur Anschrift sowie optional zum Geburtsort des Arbeitnehmers/des Versorgungsbeziehers machen. Zur Übermittlung der persönlichen Daten werden die bestehenden Datenbausteine (für den Namen, für die Geburtsangaben und für die Anschrift) benutzt.

Als Reaktion auf die Abfrage erhalten Arbeitgeber und Zahlstellen unverzüglich mit dem Rückgabe-Datensatz die ermittelte Versicherungsnummer oder die Angabe, dass eine Versicherungsnummer nicht ermittelt werden konnte. Falls die übersandten Angaben zu keinem eindeutigen Ergebnis führen, wird das von der Datenstelle der Rentenversicherung übermittelt. Dadurch können Arbeitgeber und Zahlstellen ihre Angaben überprüfen bzw. den Geburtsort ermitteln und eine erneute Anfrage starten. Konnte keine Versicherungsnummer zurück gemeldet werden, ist diese über die „normale“ Anmeldung bei der Krankenkasse zu beantragen.

Eine Stornierungsmöglichkeit ist zurzeit nicht vorgesehen. Die Meldungen werden nach dem Testamentsprinzip bearbeitet, das heißt, wenn für einen Arbeitnehmer / Versorgungsbezieher mehrere Meldungen abgegeben werden, gilt die zuletzt gesendete Meldung.

VAV ist eine gute Möglichkeit, die Verarbeitungsprozesse zu entschlacken und zu beschleunigen.