Monthly Archives - Juni 2017

Arbeitnehmerüberlassung ab 1. April 2017

Ab April 2017 gilt das neue Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, das den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen eindämmen soll. Die Vorschriften sehen eine grundsätzliche Höchstverleihdauer von 18 Monaten vor, um missbräuchliche Arbeitnehmerüberlassung als Dauerzustand zu verhindern. Zudem werden Zeitarbeiter – so sieht es die Reform des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) vor – künftig grundsätzlich nach spätestens neun Monaten den gleichen Lohn wie Stammbeschäftigte erhalten. Zudem können Zeitarbeiter zukünftig schon nach drei Monaten Pause wieder neu eingesetzt werden.

Alle diese gesetzlichen Vorgaben sind natürlich mit den betrieblichen Regelungen abzustimmen, denn dadurch können die Zeiträume verändert werden, soweit die gesetzlichen Vorgaben nicht verletzt werden. Also, dass man z.B. eine längere Pausendauer nach Erreichen der Höchstgrenze vereinbart.

Knackpunkt für die Unternehmen ist, dass jetzt noch genauer verfolgt werden muss, wer wann und wie lange im Einsatz war. Beginnend vom 1. Einsatztag zählen die neuen Fristen. Dies ohne System zu verfolgen, ist dann doch recht aufwendig.

Zeitarbeiterabrechnung kann übrigens auch einfach im Rahmen des SAP-Standard abgebildet werden. Kommen und Gehen–Stempelung ist ja in der Regel sowieso erforderlich. Und dann ist es nicht mehr weit bis zu einer Zeitabrechnung. Vorteil ist, dass man dann elektronisch die Einsatztage zur Verfügung hat und diese auswerten kann. Eine Verfolgung der Fristen ist so natürlich sehr bequem und effektiv vornehmbar.

Und wer auch die Prüfung der Rechnungen vereinfachen will, hängt einfach eine simple Entgeltabrechnung inkl. Buchung hinten dran, alles natürlich auch im SAP-Standard möglich.

ALLPECON hat solche Lösungen schon bei einigen seiner Kunden eingerichtet. Die Kunden haben den Nutzen schnell erkannt und erfreuen sich besserer Transparenz, erhöhter Sicherheit in der Abwicklung und einer guten Zeitersparnis.

Wer so gerüstet ist, braucht dann auch keine Angst vor den neuen Regelungen der Arbeitnehmerüberlassung haben.

Schwierigkeiten können eher dadurch entstehen, dass der Gesetzgeber sich, wie meistens, nicht über alle Sachverhalte ganz geanu ausgelassen hat und es Interpretationsspielraum gibt. So ist z.B. nicht ganz klar zu ersehen, was Equal-Pay nach den neuen Richtlinien bedeutet. Rechnen hier alle Zuschläge, Altersversorgungen, Urlaub, etc. mit rein oder nicht?

Von daher bringt auch dieses Gesetz zwar einige neue Regelungen, aber auch neue Unsicherheiten.