A1-Bescheinigung

A1-Bescheinigung

Die A1-Bescheinigung ist ein immer wichtiger werdender Bestandteil bei Reisen ins Ausland. Sie schützt vor doppelter Beitragszahlung in der Sozialversicherung.

Wenn Arbeitgeber Arbeitnehmer befristet ins Ausland entsenden, können sich Änderungen in der Sozialversicherung ergeben. Denn nur unter bestimmten Voraussetzungen gilt deutsches Recht. Ist dies der Fall, wird eine entsprechende Bescheinigung ausgestellt.

Bisher wurde so etwas nur bei längeren Auslandsaufenthalten geprüft, jetzt passiert es aber immer öfter, das eine Vorlage der A1-Bescheinigung auch bei kurzfristigen (Tages-) Aufenthalten verlangt wird.

Die Unternehmen sollten sich hierzu mit den neuen Anforderungen der Mitführungspflicht auseinandersetzen. Die Folgen, wenn die Bescheinigung nicht dabei ist, können u.a. Einlassperren zu Firmen und Messen sein sowie eine Nichtleistung der Unfallversicherung.

Das erhöht den Bedarf einer schnellen und vor allem auch elektronischen Ausstellung.

Genauer erläutert läßt sich das wie folgt erklären. Sofern für einen in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz vorübergehend entsandten Beschäftigten weiterhin die deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit gelten, kann der Arbeitgeber die Ausstellung der A1-Bescheinigung (Bescheinigung über die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit, die auf den/die Inhaber/in anzuwenden sind) bei der hierfür zuständigen Stelle beantragen.

Dies ist entweder die Krankenkasse des Arbeitnehmers oder die Deutsche Rentenversicherung bei privater Krankenversicherung des Arbeitnehmers.
Ist der Arbeitnehmer nicht gesetzlich krankenversichert und aufgrund der Mitgliedschaft in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung von der Rentenversicherungspflicht befreit, muss der Antrag bei der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen gestellt werden.

Gelten die deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit, erhält der Arbeitgeber die A1-Bescheinigung, der sie seinem Beschäftigten auszuhändigen hat.

Mit dem 6. SGB IV-Änderungsgesetz erhalten Arbeitgeber ab dem 1. Januar 2017 die Möglichkeit, A1-Bescheinigungen unmittelbar aus dem Abrechnungsprogramm maschinell zu beantragen.

Die Sozialversicherungsträger planen, dass die Arbeitgeber ab dem 01.01.2018 die Möglichkeit haben, Anträge maschinell zu versenden.
Ab dem 01.07.2018 sollen die Sozialversicherungsträger in der Lage sein, auch elektronisch zu antworten.

Zur Zeit ist der für die Arbeitgeber festgelegte verpflichtende Einsatz des maschinellen Weges noch der 01.01.2019.

SAP plant hierzu neue Funktionalitäten im Laufe des Jahres 2018 bereit zu stellen.

 

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