rvBEA Gesonderte SV-Meldung elektronisch (GML57)

rvBEA Gesonderte SV-Meldung elektronisch (GML57)

Das rvBEA-Teilverfahren GML57 (elektronische Anforderung der Gesonderten Meldung) wurde im 2. Halbjahr 2018 zum produktiven Einsatz freigegeben.

Mit dem neuen Verfahren können Anforderungen der Gesonderten Meldung (DEÜV-Meldung mit Abgabegrund 57) von den RV-Trägern auf elektronischem Weg erhalten, statt wie bisher als Papierformular. Dafür ist zunächst eine elektronische Registrierung erforderlich. Das Verfahren ist bis auf Weiteres für Arbeitgeber optional.

Die Gesonderte Meldung wird von den RV-Trägern für Mitarbeiter (auf deren Verlangen hin) angefordert, die kurz vor dem Renteneintritt stehen, um anhand der aktuellsten Entgelte die Rentenhöhe zu ermitteln. Weiterhin kommt es in Versorgungsausgleichsverfahren im Scheidungsfall zur Anforderung der Gesonderten Meldung.

Technisch erfolgt die elektronische Kommunikation mit der Datenstelle der Rentenversicherung (DSRV) über einen Webservice. Nach Einrichtung des Webservices läuft für Sie die Übermittlung und das Empfangen von rvBEA-Meldungen wie gewohnt über den B2A-Manager.

Folgenden Schritte im Prozessablauf des Verfahrens gehören u.a. dazu:

Registrierung für rvBEA-Verfahren:

rvBEA bezeichnet das neue Kommunikationsframework zwischen Arbeitgebern und der DSRV als Weiterleitungsstelle für Meldungen an die RV-Träger bzw. von den RV-Trägern. Über rvBEA sollen künftig verschiedene Fachverfahren (rvBEA-Teilverfahren) abgewickelt werden. Mit GML57 ist das erste dieser Teilverfahren verfügbar. Da es sich um ein Verfahren handelt, das von den RV-Trägern ausgeht (der RV-Träger fordert beim Arbeitgeber elektronisch eine Gesonderte Meldung an), ist vorab eine Registrierung notwendig. Somit kann bei der DSRV geklärt werden, ob die Anforderung elektronisch übermittelt werden kann oder herkömmlich über den Postweg zu erfolgen hat.

Rückmeldungen zu rvBEA-Registrierungen

Über die üblichen elektronischen Wege werden die Rückmeldungen der RV-Träger abgeholt und verarbeitet

Elektronische Anforderungen der Gesonderten Meldung empfangen und verarbeiten

Nach erfolgreicher Registrierung für das rvBEA-Teilverfahren GML57, wird der nächste Verfahrensschritt – die elektronische Anforderung der Gesonderten Meldung – von den RV-Trägern angestoßen. Somit beginnt die Prozesskette für das Fachverfahren GML57 mit dem Empfang und der Verarbeitung von Eingangsmeldungen.

Die Anforderung der Gesonderten Meldung enthält die Abrechnungsperiode, zu der die Gesonderte Meldung zu erstellen ist. Bei der Verarbeitung der Anforderung werden intern in SAP Daten abgelegt, die die Erstellung einer DEÜV-Meldungen Typ Gesonderten Meldung auslöst, sofern für die entsprechende Abrechnungsperiode bereits Abrechnungsergebnisse vorliegen.

Bei der Verarbeitung der Anforderung wird zudem geprüft, ob ein vorliegender Sachverhalt die Erstellung der Gesonderten Meldung verhindert. Wenn ein solcher sogenannter Hinderungsgrund vorliegt, wird Daten unter Angabe des Hinderungsgrunds angelegt. In diesem Fall triggert dieser Satz nicht die Erstellung der Gesonderten Meldung.

Liegt ein Hinderungsgrund vor, muss dieser über den rvBEA-Kommunikationsweg an den RV-Träger zurückgemeldet werden. Beim Auftreten von Hinderungsgründen sollte es sich um sehr seltene Ausnahmefälle handeln. Nur zu diesem Zweck gibt es ein Ausgangsverfahren für das Teilverfahren GML57. Für die Ausgangsmeldungen zur Rückmeldung des Hinderungsgrunds können Fehlerrückmeldungen an Sie zurückgemeldet werden, die Sie mit den Eingangsreports aus diesem Abschnitt bearbeiten.

Besonderheiten von rvBEA

XML: rvBEA ist das erste SV-Meldeverfahren bei dem die Meldedaten als XML übertragen werden. Diese können schon direkt im B2A-Manager angezeigt werden.

Trigger der Gesonderten Meldung: Die elektronische Anforderung der Gesonderten Meldung wird in entsprechenden Daten hinterlegt, die dann als Trigger zur Erstellung der Gesonderten Meldung benutzt werden. Im bisherigen Papierverfahren wurde die Anforderung der Gesonderten Meldung im Infotyp Datumsangaben (0041) unter der Datumsart 09 hinterlegt. Diese Möglichkeit wird weiterhin bestehen und soll für den manuellen Prozess auch künftig verwendet werden.

Verfahren bei der DSRV: Mit Einführung von rvBEA senden die RV-Träger die Anforderungen der Gesonderten Meldung an die DSRV. Dort wird entschieden, ob ein Arbeitgeber für das elektronische Verfahren registriert ist. Wenn eine abgenommene Registrierung gefunden wird, wird die Anforderung elektronisch an den Arbeitgeber weitergeleitet, ansonsten wird die Anforderung ausgedruckt und per Post verschickt.

Wie gesagt, bisher ist das Verfahren noch nicht verpflichtend. Es macht aber Sinn, schon jetzt diesen elektronischen Weg zu nutzen.

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