A1-Bescheinigung ist live

A1-Bescheinigung ist live

Die A1-Bescheinigung ist ein unverzichtbarer Bestandteil bei Reisen ins Ausland. Sie schützt vor doppelter Beitragszahlung in der Sozialversicherung und erheblichen Regressforderungen im Schadensfall.

Wenn Arbeitgeber Arbeitnehmer befristet ins Ausland entsenden, entfällt ohne eine entsprechende Bescheinigung der Sozialversicherungsschutz. Wenn dann noch ein Unfall passieren sollte, kann es sein, dass der deutsche Arbeitgeber komplett auf den Kosten sitzen bleibt bzw. sogar noch erhebliche Schadensersatzleistungen zu tragen hat.

Die sogenannte A1-Bescheinigung schützt vor solchen Fällen, allerdings nur, wenn Sie im Vorwege (!) bei der Krankenkasse beantragt wurde und der Mitarbeiter diese bei sich führt.

Es handelt sich hier also nicht nur um ein „Kavalliersdelikt“ sondern um eine grobe Fahrlässigkeit des Arbeitgebers, wenn er seine Mitarbeiter nicht rechtzeitig mit den entsprechenden Bescheinigungen versorgt.

Ab 01. Januar 2019 lassen sich diese Bescheinigungen auch über das SAP-HCM-System bei der Krankenkasse anfordern. Die Vorgaben sind relativ einfach, da ja die meisten Daten schon eh im SAP-System vorhanden sind. Man sollte also hier keine Mühen scheuen und seine Verpflichtungen erfüllen.

Bewilligte Anträge können  auf verschiedene Art und Weise (Druck, Versand, Weiterleitung) problemlos weiter verarbeitet werden. Wichtig ist es aber, im Unternehmen selbst für die entsprechenden organisatorischen Wege und Verarbeitungen zu sorgen, damit dann im Ernstfall alles reibungslos zwischen Mitarbeiter und Fachabteilung funktioniert.

SAP hat auch dafür gesorgt, dass man auch schon vergangene Auslandsaufenthate nachträglich im System erfassen kann. Damit kann man dann gezielt mit der 24 Monate-Problematik umgehen, bei der eine andere Art der Bescheingung erforderlich ist, die meist auch einen längeren Vorlauf in Anspruch nimmt.

Man sollte sich genau informieren, wann die A1-Bescheinigung erforderlich ist und wann es evtl. anders zu handhaben ist. Die folgenden Erläuterungen geben hier einen Anhalt dazu:

Sofern für einen in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder in der Schweiz vorübergehend entsandten Beschäftigten weiterhin die deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit gelten, kann der Arbeitgeber die Ausstellung der A1-Bescheinigung (Bescheinigung über die Rechtsvorschriften der sozialen Sicherheit, die auf den/die Inhaber/in anzuwenden sind) bei der hierfür zuständigen Stelle beantragen.

Dies ist entweder die Krankenkasse des Arbeitnehmers oder die Deutsche Rentenversicherung bei privater Krankenversicherung des Arbeitnehmers.
Ist der Arbeitnehmer nicht gesetzlich krankenversichert und aufgrund der Mitgliedschaft in einer berufsständischen Versorgungseinrichtung von der Rentenversicherungspflicht befreit, muss der Antrag bei der Arbeitsgemeinschaft berufsständischer Versorgungseinrichtungen gestellt werden.

Gelten die deutschen Rechtsvorschriften über soziale Sicherheit, erhält der Arbeitgeber die A1-Bescheinigung, der sie seinem Beschäftigten auszuhändigen hat.

Dier ersten Erfahrungen mit der Beantragung der A1-Bescheingung über SAP-HCM liegen vor und das Verfahren stabilisert sich, vorausgesetzt es ist alle ordnungsgemäß eingerichtet.

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